Ratgeber · Basisch kochen

Basisch kochen: Dämpfen, Keimen und Fermentieren beim Basenfasten

Je schonender, desto basischer: Welche Zubereitung wann passt, warum Rohkost nur bis 14 Uhr empfohlen wird und wie Keimen und Fermentieren Nährstoffe freisetzen – mit Garmethoden-Ampel und Quiz.

🗓️ Aktualisiert im Oktober 2026⏱️ ca. 6 Min. Lesezeit✍️ Zollhaus-Team, Erzgebirge
🕑Rohkost bis 14 Uhr
♨️Dämpfen schont Nährstoffe
🚫Frittieren ist tabu
🌱Keimen: mehr Vitamin C
Roh ist nicht unbedingt besser

Dein Tagesrhythmus beim Basenfasten

Oft gilt: Je schonender du ein Lebensmittel zubereitest, desto basischer wirkt es. Manche Zubereitungen verbessern sogar Verdaulichkeit und Nährstoffverfügbarkeit.

Bis 14 Uhr

Rohkost

Obst, Salate und Smoothies in der ersten Tageshälfte.

Ab 14 Uhr

Warmes Essen

Gedämpftes Gemüse, Suppen und Eintöpfe entlasten deinen Darm.

Den ganzen Tag

Abwechslung

So kombinierst du die Vorteile von roh und gekocht – für ein gutes Bauchgefühl.

🥬 Oxalate: Warum Kochen manchmal hilft

Oxalate in Spinat, Mangold oder Roter Bete binden zum Beispiel Kalzium. Beim Blanchieren oder Kochen gehen sie zum Teil ins Kochwasser über.

Gleichzeitig zerstört Hitze einige Vitamine und Fettsäuren – deshalb die Abwechslung. Mehr zu Kalzium: basische Mineralstoffe.

Tippe auf eine Garmethode

Die Garmethoden-Ampel

Am besten: dämpfen

Beim Erhitzen gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Mit Wasser oder Dampf erhitzt du deutlich weniger stark als in Pfanne oder Ofen, wo die Temperaturen meist weit über 100 °C liegen.

Und: Beim Dämpfen gehen weniger Nährstoffe ins Wasser über.

Sanft garen mit wenig Wasser

Ebenfalls schonend – mit etwas Olivenöl verfeinert (welches Öl wofür).

Bewusst einsetzen

Musst du nicht ganz ausschließen: Stell die Herdplatte niedriger, verkürz die Garzeit oder wechsle mit Garmethoden auf Wasserbasis ab.

Olivenöl oder Kokosöl eignen sich zum Kochen. Leckeres Beispiel: basische Frikadellen.

Tabu beim Basenfasten

Beim Frittieren wird sehr stark erhitzt, und es können Transfette entstehen.

Nährstoff-Booster

Im Keimling werden Nährstoffe gebildet und umgewandelt: Die meisten Sprossen enthalten mehr Vitamin C, oft auch mehr Eisen und B-Vitamine. Phytinsäure wird abgebaut.

Manche Keimlinge isst du roh, andere solltest du leicht erhitzen. Kichererbsen und Bohnen musst du weiterhin kochen – nur kürzer. Anleitung: Keimen Schritt für Schritt.

Milchsäuregärung

Saaten fermentierst du am besten püriert – als fermentierten Brotteig oder Käsealternative aus Nüssen.

Nüsse, Samen, gekochte Hülsenfrüchte oder Getreide mit Wasser, Salz und einem Starter mischen: Bakterienpulver, Sauerkrautsaft, ein Bioapfel oder etwas Zitrone. Mehr: Sauerkraut & Kombucha selber machen.

Phytinsäure reduzieren

Einweichen, Keimen, Fermentieren – warum?

Vor allem Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Getreide profitieren davon. Sie enthalten Phytinsäure und andere Stoffe, die Mineralien binden und den Verdauungstrakt reizen können.

Einweichen reduziert diese Stoffe, Keimen und Fermentieren noch mehr – und setzt zusätzlich neue Nährstoffe frei. Welche Nüsse passen: Nüsse & Samen. Gekeimtes Getreide: Kohlenhydrate.

Wer profitiert?

  • Nüsse
  • Samen & Kerne
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
Teste dein Wissen

Koch-Quiz

Quiz
1 / 4

Bis wann wird Rohkost beim Basenfasten empfohlen?

Rohkost bis 14 Uhr, danach warmes Essen.

Welche Garmethode schont die Nährstoffe am meisten?

Dämpfen erhitzt sanft, und weniger Nährstoffe gehen ins Wasser.

Was passiert beim Keimen?

Die meisten Sprossen haben mehr Vitamin C – und Phytinsäure wird abgebaut.

Was kann als Starter fürs Fermentieren dienen?

Auch Bakterienpulver, ein Bioapfel oder etwas Zitrone funktionieren.

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Gut zu wissen

Häufige Fragen zum basischen Kochen

Noch Fragen? Ruf uns an unter 035057 540 oder schreib uns über das Kontaktformular.

Ist Rohkost beim Basenfasten besser?

Nicht unbedingt. Rohkost isst du bis 14 Uhr, danach warmes Essen, um den Darm zu entlasten. Kochen kann zudem Oxalate reduzieren.

Welche Garmethode ist beim Basenfasten am besten?

Dämpfen: Es erhitzt sanft und es gehen weniger Nährstoffe ins Wasser über.

Darf ich beim Basenfasten braten?

Ja, aber bewusst: niedrigere Temperatur, kürzere Garzeit und geeignete Öle wie Oliven- oder Kokosöl. Frittieren ist tabu.

Warum soll ich Nüsse einweichen oder keimen?

Es reduziert Phytinsäure, die Mineralien bindet, und macht Nüsse, Samen und Getreide bekömmlicher.

Wie fermentiere ich basisch?

Mit Milchsäuregärung: Zutaten mit Wasser, Salz und einem Starter wie Sauerkrautsaft mischen. Anleitung im Beitrag zu Sauerkraut und Kombucha.

Fazit

Sanft gegart, voller Geschmack

Roh am Vormittag, gedämpft am Nachmittag, gekeimt und fermentiert als Extra – so kochst du basisch, bekömmlich und abwechslungsreich. Oder du lässt im Zollhaus einfach uns kochen.

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