When Felix bei uns Wanderungen führt, fragen Gäste oft nach den Wölfen im Erzgebirge. Ihre Rückkehr in das Mittelgebirge an der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien ist für Natur- und Tierfreunde ein faszinierendes Ereignis. Und noch etwas stammt aus dieser Region: der Begriff Nachhaltigkeit.
Die Rückkehr der Wölfe
Lange Zeit waren Wölfe in Deutschland ausgerottet. Heute erobern sie ihre ursprünglichen Lebensräume zurück – ein gutes Zeichen für die Natur, denn Wölfe spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und können helfen, Wildbestände natürlich zu regulieren.
Wolfsspuren im Schnee entdecken
Auch im Erzgebirge leben seit einigen Jahren Wölfe. Zu Gesicht bekommst du sie selten, aber auf den geführten Wanderungen mit Felix erkennst du manchmal ihre Spuren im Schnee oder auf dem Waldboden. Wölfe sind scheu: Begegnest du einem, lass ihn in Ruhe und beobachte ihn aus sicherer Entfernung.
Wölfe und Wild
Wölfe reißen bevorzugt junge, kranke oder geschwächte Tiere. So tragen sie dazu bei, dass Wildbestände gesund bleiben und nicht überhandnehmen. In anderen Regionen kommt es auch zu Rissen von Nutztieren und damit zu Konflikten mit Tierhaltern. Rund ums Zollhaus gab es laut Felix bisher keine größeren Fälle, da es noch ausreichend Wild gibt.
Nachhaltigkeit: ein Begriff aus Sachsen
Die Natur hat in der Region schon immer eine große Rolle gespielt. Sogar das Konzept der Nachhaltigkeit stammt von hier: Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann im sächsischen Freiberg, gilt als Begründer des Begriffs „Nachhaltigkeit“.
Sylvicultura oeconomica (1713)
In seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ von 1713 beschrieb Carlowitz, dass die Ressourcen der Natur nicht unendlich sind. Der Bergbau verschlang damals riesige Mengen Holz, und Carlowitz erkannte, dass unkontrollierte Abholzung Umwelt und Wirtschaft schadet. Sein Grundsatz: Es soll nur so viel Holz geschlagen werden, wie nachwachsen kann. Damit legte er den Grundstein der nachhaltigen Forstwirtschaft.
Spuren des Bergbaus in der Natur
Die jahrhundertealte Bergbautradition rund um die Silberstadt Freiberg hat Wirtschaft, Kultur und Landschaft geprägt. Auf Wanderungen kommst du an Schaubergwerken und Halden vorbei. Auf ehemaligen Abraumhalden haben sich teils seltene Pflanzen angesiedelt, die nur an solchen extremen Standorten wachsen. Und unter Tage kannst du in Besucherbergwerken erleben, wie hart die Arbeit der Bergleute war.
An geführten Wanderungen kannst du zum Beispiel bei Yoga and hiking teilnehmen oder sie je nach Verfügbarkeit vor Ort buchen.
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