Presse

Pressebericht zum Bodypainting Ende Februar 2017

Sächsische Zeitung vom 28.02.207 über das Bodypainting gemalte Winterfantasien

Die Pressebereichte zu den Schneeskulpturen 2017

Sächsische Zeitung vom 30.01. Bericht über die Schneeskulpturen 2017

Sächsische Zeitung vom 27.01.2017 Bericht über die Schneesklupturen 2017

.ZDF Sendung „heute in Deutschland“ ab 12.30 min Schneesklupturen 2017 zu sehen

Morgenpost Chemnitz vom 26.01. zu den Schneesklupturen 2017

Sächsiche Zeitung vom 25.01. zu den Schneeskulpturen 2017

MDR Sendung vom 25.01. zu den Schneesklupturen 2017

MDR Sendung vom 23.01. zu den Schneeskulpturen 2017

MDR Bericht vom 23.01. zu den Schneesklupturen 2017

Pressebericht vom 19.01.2017 Schneeskulpturen Sächsische Zeitung

Pressebereicht vom 19.01.2017 Schneeskulpturen Freie Presse

Pressebericht vom 11.01.2017 Schneeskulpturen

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Das Kunsthotel im Osterzgebirge

(Bericht von Stephan Klingbeil, Fotos von Frank Baldauf)

Im Alten Zollhaus Neuhermsdorf stellen Künstler aus 15 Ländern aus. Dabei spielen die Zimmer eine besondere Rolle.

[cml_media_alt id='4916']kunstliebhaber_gerrit_curcio[/cml_media_alt]Neuhermsdorf. Der Zauber des Tangos verbreitet sich im Saal des Neuhermsdorfer Landhotels Altes Zollhaus. Ein Bildschirm flimmert. Musik ertönt. Ein Paar tanzt, lässt sich nicht ablenken. Und in der Mitte – eine Tangostange, von der es weltweit nur zehn Stück gibt. Der argentinischstämmige Künstler Enrique Grahl Junior hat sie entworfen. Wer mag, kann sie ausprobieren, etwa bei einem der geplanten Tanzkurse.

Grahl hat seine Spuren im Osterzgebirge hinterlassen: mit der Installation im Saal des Alten Zollhauses, mit seinen schwungvollen rhythmischen Bildern, die er beim Tangotanzen malte. Doch das Hotel zeigt momentan nicht nur seine Kreationen.

Hotelchef Gerrit Curcio hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Nicht nur in der hiesigen Region ist das einmalig. Der 49-jährige Kunstliebhaber mit sizilianischen Wurzeln hat das Alte Zollhaus in ein Kunsthotel verwandelt. Nicht nur Yoga, Ayurveda und italienische Spezialitäten oder die 28 Kaffeesorten aus aller Welt warten auf [cml_media_alt id='4915']enrique_m-grahl_tango[/cml_media_alt]die Gäste. In 37 der 41 Zimmern gibt es nun Werke von 37 Künstlern zu sehen. Jeder Raum ist dabei eine kleine Galerie.

Seit dieser Woche sind erstmals alle mit von Curcio selbst ausgewählten Gemälden, Zeichnungen und Fotografien bestückten Zimmer zu sehen. Wer möchte, kann künftig in dem Raum mit den Werken des jeweiligen Künstlers nächtigen. Die Kreativen stammen aus Syrien, Mexiko, Indonesien, Belgien, Holland, der Schweiz, Österreich, Tschechien, Italien, Kanada, Costa Rica, Polen, Argentinien und Deutschland und dabei auch aus dem hiesigen Landkreis. In den Fluren, der Sauna – praktisch im ganzen Hause hängen weitere Werke.

Es wird eine Dauerausstellung, erklärt der Hotelinhaber. Die Exponate sollen aber mit der Zeit immer wieder ausgetauscht und die Sammlung stetig erweitert werden. Doch warum eigentlich das Ganze?

Kreationen aus 15 Nationen

[cml_media_alt id='4914']toni_d_antoni_zimmer[/cml_media_alt]„Man muss kreativ sein“, erklärt Curcio. Touristen kämen nicht einfach so. Der Mann sollte sich auskennen. Er stammt aus einer Hotelierfamilie. Seit 1972 betreibt sie ein Hotel auf Sizilien. Heute ist er Chef des Sporthotels Kalura. 2008 verliebte sich der Deutsch-Italiener in das Alte Zollhaus, kaufte es. Hier, im Osterzgebirge, mit Kunst zu punkten, sei nicht einfach, bestätigt er. Doch habe dieser „wunderbare Landstrich“ Potenzial. Regelmäßig kämen Künstler aus aller Welt in das Hotel. Doch das alleine reiche eben nicht aus, um sich zu finanzieren.

Man müsse den Gästen etwas Besonderes bieten. Neben Küche, Entspannung und Ambiente setze er eben auf Kunst – und auf nicht alltägliche Veranstaltungen. Schon der Schneeskulpturen-Wettbewerb lockte in manchen Wintern 20 000 Besucher. „Da das wetterbedingt in den vergangenen vier Jahren leider nicht klappte, haben wir uns nun etwas Neues ausgedacht.“

Wenn das Wetter im anstehenden Winter stimmt und es verlässlich kalt bleibt, sollen im kommenden Januar wieder Schneeskulpturen am Alten Zollhaus zu sehen sein. Eine Sandfigurenschau könnte es durchaus auch mal wieder geben, verrät Curcio. Jedoch setze er nun erst einmal auf das Konzept mit den Künstlern aus – gegenwärtig – 15 Nationen, die ihre Werke in den Zimmern und auf den Fluren des Hotels präsentieren. Es befinden sich viele spannende, abwechslungsreiche Kreationen darunter. Sie laden zum Verweilen ein.

Eine Bekannte hatte den aus Stuttgart stammenden Curcio gefragt, ob man nicht im Alten Zollhaus ausstellen könnte. Bilder der in Tschechien geborenen Bodypainting-Künstlerin Yvetta Wontroba waren eine der ersten, die dort zu sehen sind. Nach und nach kamen immer mehr Anfragen.

[cml_media_alt id='4913']dirk_meier_zollhaus[/cml_media_alt]Eine Bekannte hatte den aus Stuttgart stammenden Curcio gefragt, ob man nicht im Alten Zollhaus ausstellen könnte. Bilder der in Tschechien geborenen Bodypainting-Künstlerin Yvetta Wontroba waren eine der ersten, die dort zu sehen sind. Nach und nach kamen immer mehr Anfragen.

„Das hier ist einmalig, ich kenne zwar Hotels, in denen je ein Künstler seine Werke ausgestellt hat“, sagt Franziska Zisa Fröhlich aus Weidenberg. „Aber viele internationale Künstler in einem Hotel, so wie hier? Das gab es bisher wohl noch nicht.“

Die 46-Jährige aus Bayern ist selbst Künstlerin und hat eines der Zimmer gestaltet. „Ich habe zuletzt als Puppenspielerin gearbeitet. Als ich von diesem Konzept hier hörte, bekam ich Lust, wieder zu malen“, sagt sie. „Dabei habe ich mir gedacht, was würde ich in einem Hotelzimmer mögen, wenn ich im Urlaub bin.“ Es sollte etwas Leichtes, ja etwas Unbeschwertes sein. „Nicht zu viel Inhalt, der Gast will sich erholen, hat ohnehin viel Gepäck im Kopf“, erklärt die studierte Textildesignerin bei der Vernissage, die diese Woche stattfand.

Beim Ausstellungsauftakt in dem Hotel an der Altenberger Straße unternahmen nicht nur einige der beteiligten Künstler einen Rundgang durchs Haus. Auch mehrere Besucher flanierten neugierig durch die Gänge. Bernd Zimmerhäckel war etwa zur Vernissage aus Glashütte angereist. Beeindruckt haben ihn auch die Aktgrafiken des Stralsunders Dirk Meier. „Das hier ist eine klasse Sache“, sagt er. „Im Dezember komme ich mit meiner Familie wieder her.“

 

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